ambarchi/pendulumSehr heavy, tief brummelnd und cremig wie Softeis fließen die tiefresonanten Basstöne in einander zu Beginn von In The Pendulum`s Embrace (Touch 78), dem neuen Album des Australiers Oren Ambarchi. Gebrochen klangklar schält sich nach 4 Minuten ein Gitarrenakkord heraus, der die glimmende luxuriöse Tristesse verstärkt, und dabei eine honigfarbene melancholische Stimmung erzeugt, die Basis und Ausgangspunkt bleibt für bislang alle Ambarchi Solo-Werke seit Clockwork von 1999. Seit dieser Zeit nutzt Ambarchi die Methode der Vibration sowie der Resonanz als klangtupfernes Grundfrequenz-Interplay aus Ober/Unterton/Residualtonmasse, ein Effekt, der gespenstisch schlafwandelnde Stimmungen sowie zeit-verlangsamende Atmospherics erzeugt. Oren Ambarchi hat mit Boris, Sunn0))), Fennesz, Otomo Yoshihide, John Zorn Keith Rowe und vielen Anderen zusammengearbeitet, fast alle seine Solo-Werke von Grapes From The Estate (Touch 2004), Triste (Southern Lord 2005) hin zum neuen Album wirken wie eine karge, reduzierte Mondlandschaft aus merkwürdigen Pflanzenformen und fremdartigen sun/the sameGeometrien durch den Filter eines Nachsichtgerätes betrachtet. Mit dem Namen Sun erscheint nun Ambarchis in Kooperation mit Produzent Chris Townend enstandenes Album I`ll Be The Same, das aufgeweckt poppig und leichtfüssig dessen sonnige Charakterseite darstellt, wobei Ambarchi hier vornehmlich als Drummer agiert und Townend die Instrumentation der Songs überlässt. Fast scheint es, als würden die versammelten Pop-Oddities auf I`ll Be The Same auf die softe 6oer Westcoast-Psychedelia von Country Joe And The Fish und Quicksilver Messenger Service hindeuten, nicht aber ohne zuvor bei Paul McCartneys 71er Alben wie Ram und Wild Life vorbei zuschauen :: Sun/I`ll Be The Same (Staubgold 79), Oren Ambarchi/In The Pendulums Embrace - (Touch/Cargo).
Oren Ambarchi/Sun
| pe 28 Oct 07 |



