DeerhunterLustig, auf Deerhunters Myspace Seite hat die Band die eigenen miesen Reviews gesammelt: Fucking wannabe`s - i felt raped of my money tonight, everyone around me was also disgusted etc. Dabei klingt das neue, zweite vollständige Album Cryptograms keineswegs nach Zeit- oder Geldverschwendung sondern in seiner episch-breitangelegten Psychedelik als eine Referenz an Bands wie Vocokesh oder frühe Kinski. Das Quintett aus Atlanta, Georgia nahm Cryptograms in nur zwei Tagen/Sessions auf, und so jung das Durchschnittsalter der Band auch sein mag - im selben Jahr ist Bandmitglied Bradley Ira Harris verstorben, und natürlich ist dieses Album hier ihm gewidmet. In den notizbuchartigen Songtexten wird ebenfalls wild zitiert - Patti Smith, Joseph Conrad und die B 52`s tauchen auf um eingebaut zu werden in das Kaleidoskop dieser existenziell-fragmentarisch gehaltenen Elementarteilchen. Zeitdehnungen werden instandgesetzt, der Zeitablauf wird dekonstruiert und verlangsamt zu Staubpartikel fermentiert. Cryptograms erzeugt seine starke halluzinogene Wirkung auf ungegenständliche Weise, bis ab Song Nr 8 Spring Hill Convert auf konkrete Songstrukturen - sprich popverwandtes - zurückgegriffen wird. Aber auch hier gilt es, den Dornröschenschlaf zu verlassen: All I have to tie my liquid formless spirit to this wolrd is a neighborhood that I never lived in. I`m attempting telepathy: I don´t need you is all I wanted to say. :: Deerhunter: Cryptograms - Kranky/Cargo
Deerhunter: Cryptograms
| pe 20 Feb 07 |



