Kinski: Down Below It's Chaos


kinskikinskiWas zur Hölle. Ein fantaschtisches Album von Seattles Kinski kommt hier völlig unerwartet. Nach dem sphärischen Be Gentle With The Warm Turtle von 2001, dem kinetisch zirkulierendem Airs Above Your Station ein Jahr später wirkte Alpine Static von 2005 seltsam formlos. Spannender waren daher die beiden Nebenprojekte der Kinski-Gitarristen Chris Martin und Matt Reid-Schwartz unter den Namen This Is My Ampbuzz und natürlich – Herzog. Down Below It’s Chaos startet rollend mit dem beatbarackenlässigen Opener Crybaby Blowout, der an San Franciscos Comets On Fire erinnert, zur Zeit von Field Recordings Of The Sun. Oder an trashige 6oties Perlen, so erdig buzzend und mit vibrierendem Amplifier. Passwords & Alcohol könnte irgendwie, irgenwo auch auf einem Sonic Youth oder Mission Of Burma Album auftauchen, trotzdem bringen Kinski hier ihr eigenes Kaliber locker unter. Klasse an Down Below It’s Chaos ist vor allem die enge, direkte Referenz an Bands wie Black Sabbath und Saint Vitus. Randall Dunn hat sich um die Produktion gekümmert, ein kleines Kunstwerk, denn Dunn, der ansonsten mit Boris, Earth und SunnO))) arbeitet, gelingt es hier, Perfektion und Schroffheit zu vereinbaren. Ganz besonders gelungen ist der downbeat Closer Silent Biker Type. Nie war ein repetitiver, simpler Basslauf kombiniert mit dem einsamen SingSang aus der Farfisa-Orgel so klasse passend wie heute abend. Und endlich scheint die Sonne auch mal wieder – uff! :: Kinski: Down Below It's Chaos - SubPop/Cargo.