Konrad Sprenger / Versprochen

versprochenversprochenVersprochen ist versprochen, heißt es, ohne dass damit Versprecher gemeint sind. Konrad Sprengers Sammlung von 12 versprochenen Klangwerken vergnügt sich mit dem Falschgesagten, oder vielleicht Fehlvertontem. Sein „Versprochen“ ist eine assoziative Klangkompositionsfolge, in der es klangbildlich meist monogam vor sich geht. Der „Freier im Wald“, mit dem das Album beginnt, ist eine Geräuschkomposition mit Dampflokomotive; die abschließende „Artischocke und die Blaue Banane“ ist ebenfalls klanglich leicht zuzuordnen: eine fröhliche Saloonklaviermusik. In „T>R>P> S“ kommen zwar menschliche Stimmen zum Tragen aber ohne Worte zu artikulieren. Sie sind eher vergleichbar mit den Vogelstimmen, mit denen „Polendina“ komponiert wurde. Oder den Blasinstrumenten der „Alle Dinge eine Weile“. Den akustisch anmutenden Tönen stehen minimalistische Modulationen zu Seite („Fenchel“), kurze Stücke stehen im Wechsel mit langen, und einzelne Elemente wandern von einem Stück in ein späteres, alles in langsamen bis moderaten Tempi. Seltener sind heterogenes Zusammenspiel verschiedener Instrumente und klanglicher Abfolgen, die sich Sprenger zu einem vielschichtigen klanglichen Gebilde zusammenstellt - obwohl er sich auch in seinem Namen irrt: er heißt Jörg Hiller und produziert Kunstschallplatten auf dem eigenen Choose Label in Berlin (choose-records.de).-- Jorn Ebner

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