nadjaUltraverlangsamte, überschwer schleifende Dronemantras pflügen sich hier episch geladen und atmosphärisch verdichtet übereiander. Mit dem Opener Now That I Become Death, The Destroyer Of Worlds aus dem inzwischen dritten Album des aus dem Kanadischen Toronto stammenden Duos um Leah Buckareff (Bass, Voc) und Aidan Baker (Guit, Voc, Woodwinds, Drum Machines, Strings) entern NADJA die Szenerie die Earth, SunnO))), Godflesh und Epigonen vorgegeben haben. Metal ist ja eigentlich Jazz heute, und Drone/Doom/Black Metal erst recht, denn die Aufmerksamkeit richtet sich nicht auf die vordergründig bratzende Masse aus schleifendem Metall, knirschendem Glas und pulverisiertem Granit, sondern auf die subtilen tonalen wie atonalen Nuancen, den Zwischengeräuschen aus Gold. Bei Radiance Of Shadows kommt es auf Abstufungen wie kontrapunktierten Klangschattierungen an, um die Dramatik zu heben, aber auch das Bauchfellbrummeln kommt nicht zu kurz. James Plotkin hat die Scheibe gemastert, der ja schon neben seinem Job als Bassist bei Khanate (Things Viral/Southern Lord) über diverse Soloscheiben auch mit Kazuyuki Kishino Null (Aurora 1994), Mark Spybey, Brent Gutzeit oder David Fenech zusammengearbeitet hat. Radiance Of Shadows passt vorzüglich in die Alien8 Reihe neben Tim Hecker, Masonna und Merzbow, und noch vorzüglicher als Soundtrack zum grau im grauen Winterhimmel, oder demnächst auch alternativ über den Epilog von Bladerunner, der Voiceover Version :: NADJA/Radiance Of Shadows – Alien8recordings/Cargo.
NADJA: Radiance Of Shadows
| pe 08 Jan 08 |



