The Others: Inward Parts

The OthersThe OthersMelodischer Popgalloprock galore: Das junge Londoner Quartett The Others bemüht sich hörbar auf ihrem Debut Inward Parts, die prägnanten Melodien der Buzzcocks mit den losen Enden von The Cure, Radio Birdman, The Libertines etc zu verbinden. Nun ist Inward Parts deswegen keineswegs ein schlechtes oder langweiliges Album geworden, ein Song wie Thick As Thieves erinnert durch Stop-And-Go Rhythmen mit feurigen Tremolo-Gitarren Riffs, klassisch gespielt über den Marshall-Amp, an Stücke von den australischen The Scientists oder Died Pretty. Kernige Up-Tempo Nummern wie Looking For A Product beherrschen das Feld, The Saints aus der Phase von Eternally Yours lassen hier mit ihrem Song Know Your Product grüßen, und wo ein imposanter Impressionist wie Chris Bailey heute höchstens noch im Duett mit Nick Cave die Bühnen betritt, streiten The Others um den frei gewordenen Posten im Olymp der Rockgitarrengötter. Auf der Coverrückseite von Inward Parts sitzen die vier Herren auf weißen Kuben, wirken desolat und recht wasted, in bester Rock´n Roll Traditon also. Going Out For The Weekend, Why Should I Try? Das tragende Element der Melancholie schwingt in fast jedem Song mit, um das Profane im alltäglichen Dasein, die pseudo-dramatischen Momente der Adolezenz zu vermitteln und transparent zu machen. Wer auf straighte Rock-Songs steht, eine gute Portion Popanteil darin bevorzugt, sollte sich diese Scheibe zulegen. Warum auch nicht, zur Hölle. :: The Others: Inward Parts – Lime Records/Rough Trade