organ eyeWie ein leises Glimmen schwelen die von Harmonium und Hammond Organ geloopten Morsecodes in der Nacht. Zwei lange Stücke, Tema #1 und #2, beinhaltet das Album Organ Eye um David Maranha (Osso Exotico), Jasmine Gufford, Patricia Machas und Torben Tilly. Die Aufnahmen enstanden live in der ZDB Galerie in Lissabon ende Februar 2005 und wurden im letzten Dezember in Berlin abgeschlossen. Raga-eske Intonierungen werden subtil aufgebaut, verwandeln sich in 22 Minuten zum sphärischen Monument eines statisch geformten Augenblicks. Wie Oren Ambarchi auf seinem bezaubernd melancholischen Album Triste von 2005 oder bei Charlemagne Palestines minimalistisch-reduziertem Werk Strumming Music von 1975 werden die mikrotonalen Zwischentöne bei Organ Eye verlangsamt, geloopt, gedehnt und gleichzeitig in repetitive Pattern umgesetzt, die fast zwingend magnetisieren. Mag sein, dass die elektro-akustische Dronemusik etwas en vogue kommen wird in sagen wir, 160 Jahren, als eigenständiges Genre jedenfalls existiert sie relativ erfolgreich und kontinuierlich seit Young/Conrad/Riley in den späten fünfziger Jahren die minimalistische Komponente der jeweiligen und gemeinsamen indischen Lehrmeister wie Pandit Pran Nath aufregend und inspirierend fanden. :: Organ Eye: Organ Eye - Staubgold/Hausmusik/A-Musik.
Organ Eye: Organ Eye
| pe 02 Mar 07 |



