flaming bansheesYep, wenn Schotten durch die Berliner Kneipen ziehen, passieren ihnen oftmals wunderliche Dinge, zerdepperte Flaschen im Bad & Lippenstiftspuren am Auge inklusive. Das Weh und Ach ist groß am nächsten Morgen, nicht aber groß genug um gleich nocheinmal loszuziehen, mitzunehmen was uns gehört, hier und dort mal einzuknicken und bei Sonnenaufgang auf Ketamin umherzuwandeln, keine Ahnung wo, keine Ahnung wohin, Zuhause ist ein weit, sehr weit entfernter Ort, am besten den Strassenverkehr ignorieren und einfach weiterlaufen. Iain Ross & Duncan McKnight gehen durch die Nächte in Berlin seit geraumer Zeit, hängen ab im 8mm, den Tellerwäscher-Job hingeschmissen, in der eigenen Parzelle aber wird stetig musiziert. Das 6-Track Debüt Satan is a Farmer erzählt von solchen Geschichten, achterkant schwankend auf der trunkenen Galore, durch Wind und Wetter segelnd. Die Tremolo- und Slide-Gitarrenakkorde stimmen auf fake-hawaiianisch angehauchte Pop-Toertchen, jeder Track jachtet nach Retro, verklebt schwerblütig & überzuckert, Sleepy Jackson kommt mir da in den Sinn, Brown Ale, überhaupt jede Sorte Bier, The Cure ca. Pornography etc., die frühen 80er samt Pop-Pomp und strammer existenzialistischer Grundhaltung. Ich bin Fan Iain, da kannste schwer was dagegen machen. -- henning hentschell
:: The Flaming Banshees/Satan is a Farmer - EP/limited Vinyl/self released.



